{"id":483,"date":"2010-03-19T13:27:45","date_gmt":"2010-03-19T11:27:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--knigsbrcker-rfb8f.de\/?p=483"},"modified":"2010-03-19T14:00:45","modified_gmt":"2010-03-19T12:00:45","slug":"der-kompromiss-ist-kein-guter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.xn--knigsbrcker-rfb8f.de\/?p=483","title":{"rendered":"Der Kompromiss ist kein guter"},"content":{"rendered":"<p>In der Diskussion um die Sanierung der K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe stehen zwei Varianten im Mittelpunkt: <\/p>\n<ul>\n<li>Der 4-spurige Ausbau mit maximalem Platzbedarf des Autoverkehrs und maximalem Schaden f\u00fcr alle anderen Nutzer einerseits<\/li>\n<li> sowie die sogenannte <em>\u00e2\u20ac\u017eKompromissvariante\u00e2\u20ac\u0153<\/em>, die gr\u00f6\u00dftenteils 2 \u00fcberbreite Fahrspuren neben den Gleisen vorsieht anderseits.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was viele der Verfechter der Kompromissl\u00f6sung \u00fcbersehen: Auch diese Variante ist bereits ein starkes Einknicken gegen\u00fcber der Lobby der <a title=\"Autogerechte Stadt in Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Autogerechte_Stadt\" target=\"_blank\"><em>\u00e2\u20ac\u017eautogerechten Stadt\u00e2\u20ac\u0153<\/em><\/a>, auch sie zerst\u00f6rt den historisch wertvollen Stra\u00dfenraum, vernichtet Vorg\u00e4rten und missachtet die Verkehrsentwicklungen, die durch den Ausbau der alternativen Stra\u00dfenverbindungen zu erwarten sind.<\/p>\n<p>Auch wenn der Fl\u00e4chenverbrauch in dieser Variante geringer ist, so zeigt alleine der Plan, die Fu\u00dfwegfl\u00e4chen vor der Schauburg zugunsten des Autoverkehrs zu halbieren, dass diese \u00e2\u20ac\u017eKompromissvariante\u00e2\u20ac\u0153 die Lebensqualit\u00e4t in Dresden verringert statt erh\u00f6ht. Jeder sollte sich genau \u00fcberlegen, ob er daf\u00fcr eintreten m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Mehr dazu in einem Widerspruch zur Planfeststellung der zweispurigen Variante, in dem der Verlust, die Sch\u00e4den und der Widerspruch zu demokratischen Planungsgrunds\u00e4tzen sehr gut aufgearbeitet wurden.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<hr>\n<h2>Einspruch zur Planfeststellung des Ausbaus der K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee<\/h2>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren<\/p>\n<p>Hiermit erhebe ich Einspruch gegen die Planfeststellung der ausgelegten Pl\u00e4ne zum Umbau der K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee.<\/p>\n<p>Ich bitte den Eingang meines Einspruchs zu best\u00e4tigen.<\/p>\n<h3>Inhalt:<\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\"#1\">Grunds\u00e4tzlicher Einspruch gegen die vorliegende Planung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#2\">Verletzung grunds\u00e4tzlicher Planungsgrunds\u00e4tz<\/a>e<\/li>\n<li><a href=\"#3\">Fehlende Netzbetrachtung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#4\">Details der Planung, gegen die ich Einspruch erhebe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#5\">Fazit<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a name='1'><\/a><\/p>\n<h3>Grunds\u00e4tzlicher Einspruch gegen die vorliegende Planung<\/h3>\n<p>Die K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe ist im betroffenen Abschnitt das Stadteilzentrum der \u00e4u\u00dferen Neustadt und<\/p>\n<ul>\n<li>Fu\u00dfwegverbindung in allen Richtungen, an vielen Stellen quer zum Stra\u00dfenverlauf<\/li>\n<li>Kommunikations- und Treffpunkt f\u00fcr Anwohner und G\u00e4ste der Neustadt<\/li>\n<li>Gesch\u00e4ftsstra\u00dfe mit Anlieferfunktion<\/li>\n<li>Ort von Caf\u00c3\u00a9s, Kinos\u00e4len, Clubs und Restaurants<\/li>\n<li>Wohnstra\u00dfe<\/li>\n<li>mehrfache Zugangstelle zum \u00c3\u2013PNV<\/li>\n<li>Hauptverkehrsstra\u00dfe, f\u00fcr Kraft- und Radfahrer sowie f\u00fcr die Stra\u00dfenbahn (die Rolle als Hauptverkehrsstra\u00dfe wird mit der Fertigstellung der neuen Elbquerung abnehmen)<\/li>\n<li>Verkehrsanbindung der Nebenstra\u00dfen der \u00e4u\u00dferen Neustadt<\/li>\n<li>Parkraum f\u00fcr Kfz und Fahrr\u00e4der<\/li>\n<li>Stadtbild pr\u00e4gende und identit\u00e4tsstiftende Funktion als eine der wenigen in Dresden erhaltenen st\u00e4dtischen Hauptstra\u00dfen\n<ul>\n<li>im klassischen Stra\u00dfenquerschnitt und -belag<\/li>\n<li>mit einer dominierenden Altbausubstanz und teilweise mit Vorg\u00e4rten.<\/li>\n<li>mit\u00c2\u00a0 eine der letzten, erhalten gebliebenen Dresdner Alleen<\/li>\n<li>im Abschnitt n\u00f6rdlich des Bischofsweges mit der Besonderheit des erhaltenen Reitwegs f\u00fcr das s\u00e4chsische Heer und der damit besonderen Stra\u00dfenaufteilung<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>wichtigen Funktion f\u00fcr das Stadtklima in einem Stadtteil mit mangelndem Gr\u00fcn durch gro\u00dfe erhaltene B\u00e4ume v. a. n\u00f6rdlich des Bischofsweg<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als Dresdner B\u00fcrger und regelm\u00e4\u00dfiger Besucher der Neustadt bin ich von nahezu allen Nutzungen und Bedeutungen dieser Stra\u00dfe betroffen.<br \/>\n<a name='2'><\/a><\/p>\n<h4>Verletzung grunds\u00e4tzlicher Planungsgrunds\u00e4tze<\/h4>\n<p>Die vorliegende Planung ist offensichtlich unter dem Dogma entstanden, die Stra\u00dfe f\u00fcr den Fahrzeugverkehr zu optimieren, dieser erh\u00e4lt trotz zur\u00fcckgehender Bedeutung im Stra\u00dfennetz (Waldschl\u00f6\u00dfchenbr\u00fccke) verbesserte Bedingungen. Die Bedingungen f\u00fcr alle anderen Funktionen der Stra\u00dfe w\u00fcrden sich, sollten diese Pl\u00e4ne verwirklicht werden, dagegen enorm verschlechtern, bestimmte Funktionen w\u00fcrden komplett zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Den nichtverkehrlichen Funktionen und der Fu\u00dfg\u00e4ngerverkehr erhalten in dieser Planung nur soviel Raum, wie nach der Optimierung der fahrzeugverkehrlichen Funktionen \u00fcbrig bleibt. Auch wenn diese Optimierung m\u00f6glicherweise unter dem Ziel eines geringen Fl\u00e4chenverbrauchs erfolgte, so ist offensichtlich, dass die fahrzeugverkehrlichen Funktionen in der Planung dominieren und Vorrang gegen\u00fcber allen anderen Funktionen haben. Dies wird insbesondere deutlich<\/p>\n<ul>\n<li>im Bereich der Kreuzung Bischofsweg, wo eine Kapazit\u00e4tserh\u00f6hung f\u00fcr den Fahrzeugverkehr durch massiven R\u00fcckbau der Gehwege und Aufenthaltsbereiche erkauft wird,<\/li>\n<li>im Abschnitt zwischen Bischofsweg und Olbrichtplatz, in dem der vorhandene Alleencharakter durch den breiteren Stra\u00dfenquerschnitt (gr\u00f6\u00dfere Abstand der B\u00e4ume) sowie der zahlreichen Baumf\u00e4llungen komplett zerst\u00f6rt wird<\/li>\n<li>im Abschnitt zwischen Albertplatz und Bischofsweg, wo eine bis zu 22m breite Asphaltfl\u00e4che entsteht, die nicht durch Gr\u00fcnstreifen und Baumreihen unterbrochen wird. Zudem wird eine eisenbahn\u00e4hnliche Fahrleitungsanlage mit gro\u00dfen Masten und schwerer Doppelkettenfahrleitung installiert. Das Stra\u00dfenbild einer gr\u00fcnderzeitlichen Einkaufsstra\u00dfe wird damit komplett zerst\u00f6rt und durch ein optisch viel zu dominantes ununterbrochene Verkehrsfl\u00e4che und technische Anlagen gepr\u00e4gt. Diese Asphaltfl\u00e4che ist noch breiter als z. B. die der ausgebauten L\u00f6btauer Stra\u00dfe zwischen Fr\u00f6belstra\u00dfe und Wernerstra\u00dfe, an der gut abzulesen ist, wie gesichtslos und \u00f6de ein Stra\u00dfenzug dadurch wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Priorit\u00e4tensetzung ist besonders unverst\u00e4ndlich, da Dresden-weit nur ca. 40% der Wege mit dem Kfz, aber 60% zu Fu\u00df, mit Fahrrad oder \u00c3\u2013PNV zur\u00fcckgelegt werden, ca. 40% der Haushalte verzichten ganz auf eigenes Kfz, in der Neustadt werden diese Quoten noch wesentlich h\u00f6her sein.<\/p>\n<p>Mit dieser Planung w\u00fcrden:<\/p>\n<ul>\n<li>Vorg\u00e4rten vernichtet werden<\/li>\n<li>Fu\u00dfg\u00e4ngerfl\u00e4chen vor dem Kino \u00e2\u20ac\u017eSchauburg\u00e2\u20ac\u0153, die wesentlich f\u00fcr die Aufenthaltsqualit\u00e4t sind, nahezu halbiert werden<\/li>\n<li>die historischen Stra\u00dfenquerschnitte, Oberfl\u00e4chen und Gestaltung damit das gesamten Stra\u00dfenbildes unwiederbringlich verloren sein<\/li>\n<li>der Alleencharakters komplett verlorengehen<\/li>\n<li>das Stadtklima durch F\u00e4llung zahlreicher gro\u00dfer B\u00e4ume auf Jahrzehnte gesch\u00e4digt werden (bis die neuen B\u00e4ume gro\u00df geworden sind)<\/li>\n<li>Wohnqualit\u00e4t und Aufenthaltsqualit\u00e4t durch Erh\u00f6hung der Staukapazit\u00e4t des Kraftverkehrs und damit der giftigen Abgasbelastung stark reduziert werden<\/li>\n<li>zahlreichen die Stra\u00dfe querenden Fu\u00dfwegrelationen verhindert oder erschwert<\/li>\n<li>die Parksituation im Radverkehr vor allem im Bereich des Kinos Schauburg nicht verbessert<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die positiven Auswirkungen auf die nichtverkehrlichen Funktionen lie\u00dfe sich ohne die genannten Verluste realisieren, z. B. Verringerung der L\u00e4rmbelastung durch eine einfache Asphaltierung.<\/p>\n<p>Damit wird der Planungsgrundsatz massiv verletzt, dass alle Bed\u00fcrfnisse und damit Funktionen der Stra\u00dfe gleichberechtigt zu ber\u00fccksichtigen sind<a name=\"_ftnref1\" href=\"#ref1\">[1]<\/a>. Dieser Grundsatz ergibt sich aus dem Grundgesetzt der Bundesrepublik Deutschland, nach dem alle Menschen (und deren Interessen) vor dem Gesetz gleich sind.<\/p>\n<p>In dieser Planung hingegen werden die Interessen der durchfahrenden Menschen gegen\u00fcber den Interessen der hier wohnenden, arbeitenden und sich vergn\u00fcgenden Menschen sowie der gemeinschaftlichen Interessen wie der Wahrung von Stadtbild und Identit\u00e4t sowie des Schutzes von Klima und Umwelt bevorzugt.<\/p>\n<p>Die Planung ist daher vom Grundsatz her unausgewogen und undemokratisch. Sie darf deswegen nicht genehmigt werden!<br \/>\n<a name='3'><\/a><\/p>\n<h3>Fehlende Netzbetrachtung<\/h3>\n<p>Das Dogma der Optimierung der fahrzeugverkehrlichen Funktionen ist insbesondere inakzeptabel, da bei der Betrachtung der Kapazit\u00e4t und Fl\u00fcssigkeit des Fahrzeugverkehrs nur die K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe als kleinen Ausschnitt des Dresdner Hauptstra\u00dfenetzes betrachtet wurde. Wechselwirkungen im Netz, Prognosen zur Verkehrsentwicklung und M\u00f6glichkeiten der Verkehrssteuerung m\u00fcssen aber ebenso betrachtet werden, um die Entwicklung des Verkehrsablaufes zu beurteilen<\/p>\n<p>Dabei w\u00e4re insbesondere zu beachten:<\/p>\n<ul>\n<li>der neue Verkehrszug <strong>Waldschl\u00f6sschenbr\u00fccke <\/strong>f\u00fchrt zur Verlagerung des motorisierten Fahrzeugverkehr von der K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe auf diese Verbindung<\/li>\n<li>laut beschlossenem \u00e2\u20ac\u017eIntegrierten Stadtentwicklungskonzept\u00e2\u20ac\u0153 ist K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe\u00c2\u00a0 zuk\u00fcnftig <strong>keine Bundesstra\u00dfe mehr<\/strong>, hat also eine geringere Bedeutung f\u00fcr Autoverkehr<\/li>\n<li>der <strong>Anteil des Radverkehrs <\/strong>ist im betrachteten Gebiet weitaus h\u00f6her als im st\u00e4dtischen Durchschnitt<\/li>\n<li>der <strong>Kraftverkehr ist <\/strong>in den Prognosen aufgrund der Bev\u00f6lkerungsentwicklung und \u00c3\u201enderung im Verkehrsverhalten weiter nachhaltig <strong>r\u00fcckg\u00e4ngig<\/strong><\/li>\n<li>der <strong>Anteil des Radverkehrs <\/strong>soll dagegen weiter steigen<\/li>\n<li>dass mittels LSA-Steuerungen, wie z. B. <strong><a title=\"Pf\u00f6rnerschaltungen bei Wkipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zuflussregelungsanlage\" target=\"_blank\">\u00e2\u20ac\u017ePf\u00f6rtnerschaltungen\u00e2\u20ac\u0153<\/a><\/strong>, Staueffekte aus dem betroffenen Abschnitt der Stra\u00dfe in weniger sensible Abschnitte verlagert werden k\u00f6nnen (zur Stauffenbergallee und zum Abschnitt oberhalb des Olbrichtplatzes) und Verkehr auf andere, weniger sensiblere Verkehrsz\u00fcge geleitet werden kann (Hansastra\u00dfe, Stauffenbergallee \u00e2\u20ac\u201c Waldschl\u00f6\u00dfchenbr\u00fccke)<\/li>\n<li>zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen zur <strong>Beschleunigung von \u00c3\u2013PNV und Fahrradverkehr <\/strong>zu einer weiteren Entlastung der Stra\u00dfen f\u00fchren kann<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung dieser Randbedingung wird das Ziel der Verbesserung der Bedingungen f\u00fcr den Fahrzeugverkehr bereits ohne Querschnittsver\u00e4nderung der K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe im betroffenen Abschnitt erreicht. Vielmehr ergeben sich daraus Chancen, den Verkehrsr\u00fcckgang zu nutzen, um die nichtverkehrlichen Funktionen der Stra\u00dfe zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Weiterhin muss ber\u00fccksichtigt werden, dass die Kapazit\u00e4t des Kraftverkehrs ma\u00dfgeblich durch die benachbarten Netzelemente, insbesondere des Albertplatzes, begrenzt wird. Eine mit dieser Planung vorgesehene Kapazit\u00e4tserh\u00f6hung f\u00fcr Kfz wird dazu f\u00fchren, dass der R\u00fcckstau vor dem Albertplatz zunehmen wird, ohne dass die Gesamtkapazit\u00e4t des Netzes wesentlich steigt. Durch die Aufweitung des Stra\u00dfenraumes wird der R\u00fcckstau verst\u00e4rkt im Bereich zwischen dem Bischofsweg und Albertplatz stattfinden. Dieser Abschnitt ist gleichzeitig am wichtigsten f\u00fcr die nichtverkehrlichen Funktionen und am sensibelsten gegen\u00fcber den Belastungen durch den motorisierten Individualverkehr. Diese Planung w\u00fcrde also Belastungen von weniger sensiblen Bereichen in die sensiblere Bereiche verlegen. Das darf nicht genehmigt werden.<br \/>\n<a name='4'><\/a><\/p>\n<h3>Details der Planung, gegen die ich Einspruch erhebe<\/h3>\n<p>Die Planung weist folgende M\u00e4ngel auf<\/p>\n<ul>\n<li>Die <strong>enorme Breite der geplanten Asphaltfl\u00e4chen<\/strong> ist mit dem Stadtbild unvertr\u00e4glich und zerst\u00f6rt den Charakter der Stra\u00dfe<\/li>\n<li>Die <strong>wechselnde Breiten der Fahrbahn<\/strong> und vor allem die damit verbundene Verengung der Seitenbereiche an den Kreuzungen sind mit dem Stadtbild des Gr\u00fcnderzeitwohn- und Gesch\u00e4ftsviertels unvertr\u00e4glich<\/li>\n<li>Die <strong>Verkleinerung der Seitenbereiche<\/strong> stehen im Gegensatz zum hier besonders hohen Bedarf an Fl\u00e4chen und zum zur\u00fcckgehenden Kraftverkehr (besonders an der Kreuzung Bischofsweg)<\/li>\n<li>Die <strong>ausschlie\u00dfliche<\/strong> <strong>Verwendung von Asphalt<\/strong> f\u00fcr die Fahrbahnen widerspricht dem Stadtbild des Altbauviertels<\/li>\n<li>Die Verwendung von<strong> <\/strong>schwerer, eisenbahn\u00e4hnlicher<strong> Ketten- oder Tragseiloberleitung<\/strong> ist mit dem Stadtbild einer Bebauten Wohn- und Gesch\u00e4ftstra\u00dfe unvertr\u00e4glich<\/li>\n<li>Die durch den <strong>Reitweg<\/strong> des s\u00e4chsischen Heeres historisch interessante Stra\u00dfenaufteilung im oberen Abschnitt geht f\u00fcr immer komplett verloren.<\/li>\n<li>Eine der letzten <strong>Dresdner Alleen<\/strong> geht komplett verloren, durch den extrem gro\u00dfen Abstand der B\u00e4ume wird kein neuer Allencharakter mehr entstehen.<\/li>\n<li>Der <strong>Verlust an zahlreichen gro\u00dfen B\u00e4umen<\/strong> ist in einem Stadtteil mit extrem hohem Gr\u00fcndefizit nicht akzeptabel<\/li>\n<li>Der <strong>Totalverlust zahlreicher Vorg\u00e4rten<\/strong> und des darin befindlichen Gr\u00fcns ist nicht akzeptabel.<\/li>\n<li>Es wurden keine Standorte und Anzahl der <strong>Abstellb\u00fcgel f\u00fcr Fahrr\u00e4der<\/strong> geplant.<\/li>\n<li>Die <strong>Breiten der Radverkehrsanlagen<\/strong> entsprechen nicht dem Bedarf im in einem Stadtgebiet mit einem extrem hohen und weiter steigenden Radverkehrsanteil<\/li>\n<li>Das <strong>Queren der Stra\u00dfe durch Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer<\/strong> au\u00dferhalb der LSA wird durch die enorme Verbreiterung der Fahrbahn erschwert<\/li>\n<li>Das <strong>Linksabbiegen f\u00fcr Radfahrer<\/strong> wird an vielen Stellen erschwert,\n<ul>\n<li> durch fehlende Absenkung der Bordsteinkanten zum Gleisk\u00f6rper (insbesondere Rahmen der Verbindung zwischen Stetzscher Stra\u00dfe (Bahnhof Neustadt) und Katharinenstra\u00dfe)<\/li>\n<li>durch fehlende direkte Linksabbiegem\u00f6glichkeiten f\u00fcr Radfahrer und Aufstellfl\u00e4chen vor den Abiegestreifen der\u00c2\u00a0 Kfz<\/li>\n<li>Die Gestaltung und Erreichbarkeit der Aufstellfl\u00e4chen f\u00fcr indirekt linksabbiegende Radfahrer entsprechen nicht der Fahrdynamik von Fahrr\u00e4dern, speziell solcher mit Anh\u00e4ngern (hoher Kinderanteil im Stadtviertel!)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Die <strong>fehlende \u00e2\u20ac\u017eAufpflasterung\u00e2\u20ac\u0153 von Einm\u00fcndungen<\/strong> der Nebenstra\u00dfen entspricht nicht dem Stand der Sicherung des Fu\u00dfg\u00e4ngerverkehrs an solchen Einm\u00fcndungen<\/li>\n<li>Das <strong>Aufstellen von gro\u00dfen Lampen- und Oberleitungsmasten<\/strong> ist mit dem Stadtbild einer bebauten gr\u00fcnderzeitlichen Wohn- und Gesch\u00e4ftstra\u00dfe unvertr\u00e4glich und behindert die Fl\u00fcssigkeit und Leichtigkeit des Fu\u00dfverkehrs, insbesondere, wo Hausw\u00e4nde f\u00fcr die Befestigung zur Verf\u00fcgung stehen (betrifft auch Haltestelle Alaunplatz).<\/li>\n<li>Die <strong>Defizite der Gehwege<\/strong> (recht schmal) im ersten Abschnitt nach dem Albertplatz werden nicht behoben<\/li>\n<li>Durch Erh\u00f6hung der Verkehrsfl\u00e4chen werden <strong>Staueffekte<\/strong> aus weniger sensiblen bereiche in das Wohn- und Gesch\u00e4ftsviertel verlagert, wodurch Belastungen der Anwohner, G\u00e4ste und hier Arbeitenden steigen<\/li>\n<li>Die <strong>Unfallgefahr<\/strong> vor allem in den Abendstunden wird steigen, da die Gestaltung der Fahrbahn \u00fcberh\u00f6hte Geschwindigkeiten f\u00f6rdert (Einrichtung von breiten Fahrspuren, starke Separierung aller Verkehrsarten und technische Verkehrsregelung durch LSA). Gleichzeitig ist das Aufkommen an Fu\u00dfg\u00e4ngern in den verkehrsschwachen Abend- und Nachtstunden aufgrund der Freizeitangebote weiterhin sehr hoch<\/li>\n<\/ul>\n<p><a name='5'><\/a><\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Ich erwarte von einem Umbau eines \u00f6ffentlichen Raumes, dass sich die Bedingungen f\u00fcr alle \u00f6rtlich angesiedelten Funktionen verbessern oder zumindest auf gleichem Stand erhalten bleiben. Dies insbesondere dann, wenn dieser Umbau nicht nur in seinen Auswirkungen breite Teile der \u00c3\u2013ffentlichkeit betrifft, sondern noch durch deren Steuergeldern finanziert wird.<\/p>\n<p>In einem dicht besiedelten und stark durch nichtverkehrliche Funktionen gepr\u00e4gten Stadtgebiet hei\u00dft das, dass die Qualit\u00e4t des Stra\u00dfenraums verbessert, Belastungen durch den motorisierten Verkehr verringert und somit die Lebensqualit\u00e4t in der Stadt erh\u00f6ht wird.<\/p>\n<p>Diese Planung vermindert dagegen die Lebensqualit\u00e4t in Dresden erheblich. W\u00fcrden diese Pl\u00e4ne verwirklicht, w\u00fcrden grundlegende Funktionen der Stra\u00dfe beeintr\u00e4chtigt oder komplett zerst\u00f6rt. Belastungen werden aus weniger problematische Abschnitte des Stra\u00dfennetzes in den sensibelsten Bereich der K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe verlegt.<\/p>\n<p>Dem gegen\u00fcber steht ein nur geringer Gewinn f\u00fcr den Kraftverkehr, da die Kapazit\u00e4t des Albertplatzes und folgender Kreuzungen als begrenzende Elemente nicht erh\u00f6ht werden kann. Zudem werden bereits aus den Netzwirkungen des neuen Elbquerung und des allgemeinen Kraftverkehrsr\u00fcckgangs Verbesserungen erreicht, so dass eine zus\u00e4tzliche St\u00e4rkung der kraftverkehrlichen Funktionen auf Kosten der nichtverkehrlichen Funktionen absolut unangemessen ist. Zudem ist der R\u00fcckgang der Arbeitspl\u00e4tze im Norden zu beachten, der in den Prognosen vermutlich noch nicht enthalten ist. Angemessen w\u00e4re eher ein behutsamer R\u00fcckbau der Kfz-Verkehrsfl\u00e4chen entsprechend des Verkehrsr\u00fcckgangs. Der Radverkehr und \u00c3\u2013PNV kann durch Ma\u00dfnahmen aufgewertet werden, die nur mit geringen \u00c3\u201enderungen des Stra\u00dfenquerschnittes einhergehen.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund fordere ich Sie auf, diese Planung abzulehnen, da Sie unausgewogen und undemokratisch sind und den Zielen der Stadt- und Verkehrsplanung zuwider laufen. Die Pl\u00e4ne sind soweit zu \u00fcberarbeiten, dass alle Funktionen vor Ort gest\u00e4rkt werden oder ohne Abstriche erhalten bleiben. Da die kraftverkehrlichen Funktion teilweise auf den Verkehrszug Waldschl\u00f6\u00dfchenbr\u00fccke verlagert wird, sind die frei werdenden Kapazit\u00e4ten vor allem daf\u00fcr zu nutzen. Das schlie\u00dft weitere Verbesserungen f\u00fcr den Kraftverkehr nicht aus.<\/p>\n<p>Weiterhin sind folgende Auflagen zu erteilen, Teile davon werden bereits in der vorhandenen Planung ber\u00fccksichtigt, m\u00fcssen aber mit der Umplanung erhalten bleiben:<\/p>\n<p><strong>St\u00e4rkung von Identit\u00e4t und Stadtbild der gr\u00fcnderzeitlichen Stra\u00dfe<\/strong> durch<\/p>\n<ul>\n<li>Orientierung an den historischen Stra\u00dfenquerschnitten, insbesondere\n<ul>\n<li>zwischen Katharinenstra\u00dfe und Bischofsweg (z.B. \u00e4hnlich der Antonstra\u00dfe zwischen Albertplatz und Dr.-Friedrich-Wolf-Stra\u00dfe)<\/li>\n<li>oberhalb des Bischofweges an der besonderen Stra\u00dfenaufteilung aufgrund des historischen Reitweges<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Verwendung des historischen Pflasters im Gleisbereich, bei Parkbuchten, Anlieferfl\u00e4chen, Grundst\u00fcckseinfahrten und Schnittgerinnen<\/li>\n<li>Verwendung traditioneller Materialien beim Gehwegbau<\/li>\n<li>Verwendung einer der gr\u00fcnderzeitlichen Wohn- und Gesch\u00e4ftsstra\u00dfe angemessenen schlichten Oberleitungsanlage mit Hausbefestigungen statt Masten und Einfachfahrleitung (alternativ Flachkettenfahrleitung,\u00c2\u00a0 Seilgleiterfahrleitung oder Pendelfahrleitung) statt der vorgesehenen Tragseil- oder Kettenfahrleitung<a name=\"_ftnref2\" href=\"#ref2\">[2]<\/a><\/li>\n<li>Erhalt des Alleencharakters durch Erweiterung des Fahrbahnquerschnittes auf maximal 14\u00c2\u00a0m bzw. Anordnung eines mittigen Gr\u00fcnstreifens mit Baumreihe bei Verbreiterung der Fahrzeugverkehrsfl\u00e4chen auf \u00fcber 14m (auf diesem k\u00f6nnen ggf. Querungshilfen angeordnet werden)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Verbesserung des Verkehrsablaufs und der Verkehrssicherheit<\/strong> <strong>f\u00fcr die Fu\u00dfverkehr<\/strong> durch<\/p>\n<ul>\n<li>Erhalt bzw. Erweiterung der Fu\u00dfverkehrsfl\u00e4chen insbesondere an den Kreuzungen<\/li>\n<li>Erleichterung des Querens entlang des gesamten Verkehrszuges, nicht nur ausgew\u00e4hlten Kreuzungen<\/li>\n<li>Sanierung der Gehwege und Bordsteine<\/li>\n<li>Verbesserung der Sichtverh\u00e4ltnisse an Kreuzungen und Querungsstellen durch bauliche Ma\u00dfnahmen zur Ordnung des ruhenden Kfz-Verkehrs und durch Aufpflasterung der Einm\u00fcndung der Nebenstra\u00dfen<\/li>\n<li>Ordnung des ruhenden Auto-, und Fahrradverkehr durch bauliche Anordnung von Parkbuchten und Fahrradabstellb\u00fcgeln<\/li>\n<li>Verlagerung des Fahrradverkehrs auf die Fahrbahn<\/li>\n<li>Verhinderung von Masten auf Gehwegen durch Aufh\u00e4ngung der Fahrleitungen der Stra\u00dfenbahn an Hausw\u00e4nden (betrifft auch Hst. Alaunplatz)<\/li>\n<li>Verbreiterung des Gehweges in den ersten 150 Metern nach dem Albertplatz<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Verbesserung des Verkehrsablaufs und der Verkehrssicherheit<\/strong> <strong>f\u00fcr den Radverkehr<\/strong> durch<\/p>\n<ul>\n<li>Verkehrsverlagerung vom Fu\u00dfweg bzw. von der gepflasterten Fahrbahn auf maschinell asphaltierte Radfahrstreifen von mind. 2 Meter Breite und 0,75 Meter Abstand zu parkenden Fahrzeugen (sich \u00f6ffnende Autot\u00fcren!)<\/li>\n<li>Erleichterung der Querung und des Abbiegens in alle Seitenstra\u00dfen (z. B. L\u00e4rchenstra\u00dfe, Ahornstra\u00dfe, Eberswalder Stra\u00dfe, Paulstra\u00dfe, Eschenstra\u00dfe, Schwepnitzer Stra\u00dfe, Scheunenhofstra\u00dfe und Stetzscher Stra\u00dfe) sowie im Rahmen der Verbindung zwischen Stetzscher Stra\u00dfe (Bahnhof Neustadt) und Katharinenstra\u00dfe\n<ul>\n<li>durch Absenkung von Borden an den Gleisen<\/li>\n<li>Vergr\u00f6\u00dferung der Aufstellfl\u00e4chen f\u00fcr radfahrende Linksabbieger gg\u00fc. bisheriger Planung bzw. Einrichtung solcher vor den Kfz-Spuren f\u00fcr Linksabbieger der Kreuzungen Tannenstra\u00dfe, Bischofsweg und Louisenstra\u00dfe\/L\u00f6\u00dfnitzstra\u00dfe (aufgeweitete Radaufstellstreifen nach VwV zu \u00c2\u00a7 9 Absatz 2 StVO)<\/li>\n<li>ggf. Querungshilfen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Anpassung der Geschwindigkeit des Kraftverkehrs durch entsprechende Gestaltung der Kraftverkehrsf\u00fchrung<\/li>\n<li>Aufstellen von je 5 Radabstellb\u00fcgel ca. aller 20 m und insbesondere vor dem Supermarkt, den Haltestellen (je. ca. 20 B\u00fcgel) und dem Kino \u00e2\u20ac\u017eSchauburg\u00e2\u20ac\u0153 (ca. 100 B\u00fcgel) entsprechend den Richtlinien<a name=\"_ftnref3\" href=\"#ref3\">[3]<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Verbesserung des Verkehrsablaufs und der Verkehrssicherheit<\/strong> <strong>f\u00fcr den Kraftverkehr<\/strong> durch<\/p>\n<ul>\n<li>Teilverlagerung von Verkehren auf die Verkehrsz\u00fcge Hansastra\u00dfe und Waldschl\u00f6sschenbr\u00fccke<\/li>\n<li>Asphaltierung der Fahrbahnen<\/li>\n<li>besseren Verkehrsfluss durch angepasste Geschwindigkeiten aufgrund entsprechende Gestaltung der Kraftverkehrsf\u00fchrung (z. B. Erm\u00f6glichung des Blickkontaktes zwischen den Verkehrsteilnehmern)<\/li>\n<li>Wahrung der Fl\u00fcssigkeit des Verkehrs im Engpassbereich durch Verlagerung von R\u00fcckstaueffekten in vorgelagerte mehrspurige Bereiche z. B. mittels Pf\u00f6rtnerschaltungen der LSA<\/li>\n<li>Verkehrsentlastung durch zus\u00e4tzliche attraktivit\u00e4tssteigernde Ma\u00dfnahmen beim \u00c3\u2013PNV und Fahrradverkehr<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Verbesserung des Verkehrsablaufs und der Verkehrssicherheit<\/strong> <strong>f\u00fcr den \u00c3\u2013PNV<\/strong> durch<strong> <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Anlegen behindertengerechter stufenfreier Haltestellen<\/li>\n<li>Freihalten der Gleise vom Kfz-R\u00fcckstau durch entsprechende Pf\u00f6rtnerschaltungen der LSA f\u00fcr den MIV<\/li>\n<li>absolute Bevorrechtigung an den LSA<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Verbesserung des Mikroklimas und Verminderung von Umweltbelastungen<\/strong> in der Neustadt f\u00fcr Anwohner, G\u00e4ste und Gewerbetreibende<\/p>\n<ul>\n<li>Erhalt und Neuschaffung von Vorg\u00e4rten<\/li>\n<li>weiter gehender Erhalt der vorhandenen gro\u00dfen Stra\u00dfenb\u00e4ume als vorgesehen<\/li>\n<li>Verringerung der L\u00e4rmbelastung durch Asphaltierung der Fahrbahn<\/li>\n<li>Verringerung der L\u00e4rm- und Abgasbelastung durch Anpassung der Geschwindigkeit des Kraftverkehrs durch entsprechende Gestaltung der Kraftverkehrsf\u00fchrung<\/li>\n<li>St\u00e4rkung des Fahrrad- und \u00c3\u2013ffentlichen Nahverkehrs (Wegeverlagerung) sowie des lokalen Einzelhandels (Wegevermeidung)<\/li>\n<li>Teilverlagerung von Verkehren auf die weniger sensiblen Verkehrsz\u00fcge Hansastra\u00dfe und Waldschl\u00f6sschenbr\u00fccke<\/li>\n<li>Verringerung der Verkehrsbelastung durch Verlagerung von R\u00fcckstaueffekte auf andere weniger sensible Stra\u00dfenabschnitte<\/li>\n<li>Verbreiterung\/Erhalt der Seitenbereiche<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung der Sicherheit und Lebensqualit\u00e4t (siehe alle sonstigen Ziele)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Ziele lassen sich erreichen, in dem der Querschnitt des gesamten Stra\u00dfenzuges nur soweit aufgeweitet wird, dass neben den Stra\u00dfenbahngleisen ausreichend breite Radfahrstreifen angeordnet werden k\u00f6nnen. Im Abschnitt oberhalb des Bischofsweges soll der Reitweg als Richtungsfahrbahn erhalten bleiben, im Havariefall kann der Autoverkehr dann in diesem Abschnitt \u00fcber die Gleise gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die Staufreiheit im Engpassabschnitt kann durch <a title=\"Pf\u00f6rtnerampel in Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zuflussregelungsanlage\" target=\"_blank\">Signalsteuerungen <\/a>am Albertplatz und an der Stauffenbergallee sichergestellt werden, wobei oberhalb der Stauffenbergallee entsprechende Staukapazit\u00e4ten geschaffen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Bereich der Kreuzung mit dem Bischofsweg sollte als Modellprojekt <a title=\"Shared Space in Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shared_Space\" target=\"_blank\">eine Shared-Space-L\u00f6sung <\/a>versucht werden. Erfahrungen anderer L\u00e4nder und des deutschen Ortes Bohmte zeigen, dass dadurch der Verkehr insgesamt fl\u00fcssiger wird, Unf\u00e4lle abnehmen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualit\u00e4t steigt.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<hr size=\"1\" \/>\n<a href=\"#_ftnref1\" name=\"ref1\">[1]<\/a>Siehe Richtlinie f\u00fcr die Anlage von Stadtstra\u00dfen (RASt 06), Ziele und Grunds\u00e4tze, Seite 15:<em> <\/em><\/p>\n<p><em>\u00e2\u20ac\u017eDas Hauptziel bei Planung und Entwurf von Stadtstra\u00dfen ist die Vertr\u00e4glichkeit der Nutzungsanspr\u00fcche untereinander und mit den Umfeldnutzungen, die auch die Verbesserung der Verkehrssicherheit einschlie\u00dft. Diese Vertr\u00e4glichkeit muss in der Regel auf vorgegebenen Fl\u00e4chen unter Wahrung der st\u00e4dtebaulichen Zusammenh\u00e4nge und unter Ber\u00fccksichtigung der gestalterischen und \u00f6kologischen Belange angestrebt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Voraussetzung f\u00fcr die Vertr\u00e4glichkeit ist, dass Stra\u00dfenr\u00e4ume in ihrer ganzen Vielfalt erfasst und unter Abw\u00e4gung aller Nutzungsanspr\u00fcche und ihrer jeweiligen Bedeutung bewertet und entworfen werden.\u00c2\u00a0 &#8230;.<\/em><\/p>\n<p><em>Die stra\u00dfenraumspezifischen Ziele lassen sich aus dem Hauptziel ableiten und folgenden Zielfeldern zuordnen (in alphabetischer Reihenfolge, die keine Gewichtung darstellt):<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>soziale Brauchbarkeit einschlie\u00dflich Barrierefreiheit,<\/em><\/li>\n<li><em>Stra\u00dfenraumgestalt,<\/em><\/li>\n<li><em>Umfeldvertr\u00e4glichkeit,<\/em><\/li>\n<li><em>Verkehrsablauf,<\/em><\/li>\n<li><em>Verkehrssicherheit,<\/em><\/li>\n<li><em>Wirtschaftlichkeit.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Da der Entwurf von Stadtstra\u00dfen integraler Bestandteil einer st\u00e4dtebaulichen Gesamtaufgabe ist, sollen weder einzelne Ziele getrennt noch als Oberziele definiert werden\u00e2\u20ac\u0153<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"ref2\">[2]<\/a> Siehe auch <em>\u00e2\u20ac\u017eFahrleitungen f\u00fcr Stra\u00dfen- und Stadtbahnen, Zusammenstellung von Bauweisen und Erfahrungen aus den Stadtr\u00e4umen Europas\u00e2\u20ac\u0153<\/em>, Stephan Besier, Zeitschrift <em>\u00e2\u20ac\u017eStadtverkehr\u00e2\u20ac\u0153<\/em> Ausgabe 3\/2008 Seiten 17 bis 27<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"ref3\">[3]<\/a> Laut RASt sollen Fahrradabstellanlagen <em>\u00e2\u20ac\u0153an allen f\u00fcr den Radverkehr wichtigen Zielen geschaffen werden\u00e2\u20ac\u009d<\/em>, (siehe Kapitel 6.1.7.9, Seite 87.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Diskussion um die Sanierung der K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe stehen zwei Varianten im Mittelpunkt: Der 4-spurige Ausbau mit maximalem Platzbedarf des Autoverkehrs und maximalem Schaden f\u00fcr alle anderen Nutzer einerseits sowie die sogenannte \u00e2\u20ac\u017eKompromissvariante\u00e2\u20ac\u0153, die gr\u00f6\u00dftenteils 2 \u00fcberbreite Fahrspuren neben den Gleisen vorsieht anderseits. 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