Am nächsten Freitag wird wieder demonstriert. Radfahrer (und natürlich auch Fußgänger) sind herzlich willkommen, sich gegen den vierspurigen Ausbau der Königsbrücker Straße zu engagieren. Gern auch über die Demo hinaus, zum Beispiel durch eine Mitgliedschaft im ADFC…
Inzwischen ruft übrigens auch die Piratenpartei zur Demo auf der Königsbrücker Straße auf…
Acht Professoren aus Dresden, Berlin und Stuttgart haben sich jetzt zur vierspurigen Planung der Königsbrücker Straße geäußert. Wie Dresdner Neuesten Nachrichten berichten, geben die Hochschullehrer zu bedenken, dass ein vierspuriger Ausbau unfallträchtig, unwirtschaftlich und unausgewogen sei. Auf Bundesfördermittel für diesen autogerechten Ausbau könne die Stadt deshalb nicht hoffen.
Fragt sich allerdings, ob die so genannte “Kompromissvariante”, die nur wenig schmaler ist, deshalb viel ausgewogener und wirtschaftlicher ist.
Bericht in DNN Online
Zum Glück hat es vorher geregnet. Zwischen 80 und 200 Teilnehmer (wir haben das Zählen vergessen bzw.: Wer genau gezählt hat, bitte eine Zahl schicken) hatten keine Angst vorm Wetter und rollten friedlich und unter Polizeischutz die Königsbrücker Straße entlang. Der Stadtrat hat vor einer Woche beschlossen, die Königsbrücker Straße nur nach Gesichtspunkten des Aut0verkehrs vierspurig auszubauen und die Fahrbahn von jetzt etwa 10m auf über 20m zu verbreitern. Dies erfordert weitere Umplanungen. Ein Baubeginn und damit Verbesserungen für Radfahrer rücken damit in weite Ferne.
Friedlich dahinrollen geht auf der Königsbrücker nur zur Demo – Ein Grund mehr, dabei zu sein: Nächsten Freitag, 17 Uhr an der Schauburg.
Am 30. September fand die erste, recht spontane Demo gegen den autogerechten Ausbau der Königsbrücker Straße statt. Unter dem Motto “Königsbrücker für alle” wird auch am nächsten Freitag, 7. Oktober ab 17 Uhr wieder demonstriert. Herzliche Einladung!
Artikel bei DNN Online
sind erneut eine unselige Koalition im Stadtrat eingegangen und haben am 29. September beschlossen, dass die Königsbrücker Straße vierspurig ausgebaut werden soll. Diese Variante unterstützt nur die Interessen des Autoverkehrs. Ob und wann das Geld dafür da ist, ob und wann eine Genehmigung zum Bau vorliegt und ob und wie lange Klagen von Anwohnern den Bau aufhalten werden, ist bislang nicht klar.
Der ADFC hatte sich schon im Vorfeld mehrfach gegen die vierspurige Variante ausgesprochen, bei der nur sehr schmale Radwege abmarkiert werden sollen. Enge Überholabstände sind die Folge. Auch die Verkehrsbetriebe sind strikt gegen die Variante, weil sich die Sicherheit ihrer Fahrgäste an den Haltestellen verschlechtert und auch Fußgänger haben mit den sehr schmalen Gehwegen bei der vierspurigen Variante nichts mehr zu lachen. Am 30. September wird es die erste Gegendemonstration geben, Beginn 17 Uhr an der Schauburg.